Back to the Roots

Bandshirts sind ja so eine Sache. Seit man bei H&M Bandmerch hinterhergeworfen bekommt und irgendwie jeder Heinz damit rumläuft hat es zumindest bei mir auch ein bisschen die Individualität verloren, denn früher (damals, damals, als wir noch jung waren. So um 1862 muss es gewesen sein) erkannte man sich eben als “gleichgesinnt” genau daran, man grüßte sich ohne sich zu kennen, denn klar, wer das Shirt von Band XY trug, der musste ja ein feiner Mensch sein. Vielleicht traf man sich dann noch freitags in der Rockfabrik Ludwigsburg wieder (oder kennen die Stuttgarter unter uns das Prag noch? Bester Laden ever!), da fiel man dann schon auf, wenn man kein Bandshirt trug, aber da sowieso alle das gleiche Geschrammel toll fanden, war das auch egal, vor allem weil es 2 Getränke zum Preis von einem gab und spätestens nach einer Stunde war dann sowieso alles geil, was so gespielt wurde. Rocker und Punkrocker, Metaller (hier bitte 23 Untergenres einfügen) , Gothics, alles eine große Familie.

Trifft man heute Menschen mit Bandshirts könnten das meistens meine Kinder sein und von Metallica, Nirvana oder Motörhead haben sie höchstens mal bei Spotify was gehört, damit sie nicht ganz unwissend sind in dem, was sie da so tragen. Ich gehöre nun nicht zu den Leuten die das verurteilen, denn es ist nun mal ein Modetrend, der geht auch wieder vorbei, oder auch nicht, und schon damals (ihr wisst, 1862) wurden die Jünglinge belächelt. Damals war ich dann wohl noch jünglich. Und ich bin auch unglaublich froh, momentan eine so große Auswahl an Klamotten zu haben, die meinem Stil entsprechen. Denn auch das war nicht immer so.

Jacke* – Happy Size // Shirt – H&M // Rock – New Look // Schuhe – Deichmann // Tasche – Michael Kors

 

Ich bin mit Rock und Metal aufgewachsen und hab das schon als kleiner Hosenscheißer zuhause gehört (danke Papa!), später ging es dann mit Grunge und Punkrock weiter. Geprägt hat mich das bis heute,  wenn ich mittlerweile auch gerne mal die ruhigeren Singer-/Songwriter höre. 

Meinem früheren Kleidungsstil komme ich auch wieder nahe, ich merke dass ich doch immer wieder zu Sachen im selben Stil greife und mir immer wieder selbst auf die Finger hauen muss. “Neeein, du hast schon genug Lederjacken, Netzbodys, Bandshirts…” Manchmal langweile ich mich schon selbst und muss dann doch auch wieder mal was anderes anziehen. Jahrelang war ich irgendwie der Meinung, ich müsse Kleidung tragen “die meinem Alter entspreche” und war mir dadurch selbst nicht mehr treu. Glücklichweise, durch euch, die Community und meinen Blog, habe ich wieder mehr zu mir selbst gefunden, und dafür bin ich unglaublich dankbar. 

Den Rock habe ich übrigens um 10 cm kürzen lassen, da ich ihn nicht getragen hatte, die Länge war einfach nicht für meine kurzen Beinchen gemacht. Jetzt möchte ich ihn am liebsten gar nicht mehr ausziehen. Und zu der Jacke von Happy Size muss ich ja wohl nicht viele Worte verlieren. Ein wunderbarer Eyecatcher der das Outfit abrundet. Ich bin großer Fan von Jacken als Keypieces, vor allem weil ich eben doch ein bekennender Schwarzträger bin und somit immer etwas habe, was auch daraus einen Look zaubern kann.

 

Zum Thema H&M und Bandshirts habe ich übrigens hier einen interesanten Artikel gefunden über den ich echt schmunzeln musste. Ehrlich gesagt finde ich nämlich den Trend, einfach erfundene Namen zu verwursten, ziemlich peinlich. Aber gut, ich bin ja nicht die Modepolizei. Zumindest nicht offiziell 🙂  Was haltet ihr denn davon? Lasst es mich gerne wissen.

Und nun wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag, werde noch ein wenig durch die Onlineshops toben, Warenkörbe füllen und doch nicht bestellen, da ich dringend sparen muss. Naja das ein oder andere Teil darf vielleicht doch mit. Ein bisschen was für die geschundene Seele 🙂

 

 

 

unterschrift

 

 

 

 

 

 

 

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Mit *gekenntzeichnete Artikel wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

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