[German Curves] Inspired by …

Heute ist es schon wieder so weit, German Curves ist am Start. Es haben sich wieder deutschsprachige Plus-Size-Bloggerinnen zu einem Thema zusammen getan, das sich heute um Inspiration durch unsere Lieblingsbloggerinnen dreht. 

Als es also darum ging, durch wen ich mich inspirieren lasse, musste ich erst eine Weile nachdenken.Denn eigentlich bin ich mein ganz eigener Typ, inspiriere mich hier und da, bei verschiedenen Bloggern und Influencern, aber kopieren, das ist nicht mein Ding, dafür bin ich dann doch zu sehr ich selbst, auch wenn das manchmal nicht massenkonform ist. Aber dann fiel mir ein, dass es doch eine Bloggerin gibt, die mich immer wieder beeindruckt und inspiriert. Weil sie ihren Stil durchsetzt, der ein ganz anderer ist wie der, von so vielen Hochglanzbloggern. Und weil dieser Stil auch meinem ähnlich ist. Edgy, alternativ, und auch wenn es ein edlerer Look ist, ist sie doch immer sie selbst.

Ich rede von der Berliner Bloggerin Masha Sedgwick

Ich verfolge ihre Karriere und den Werdegang schon seit einigen Jahren und stöbere sehr oft durch ihren Blog. Auch, wenn sie mittlerweile im Bloggerolymp angekommen ist, ist sie noch immer Masha und spiegelt das in ihren Looks wieder. Eine der Vorgaben des heutigen Themas war, Style einen Look nach. Aber auch das ist nicht mein Ding. Aber ich denke, meine Interpretation eines edgy-alternatien Looks spiegelt wieder, dass wir ein bisschen aus ähnlichem Holz geschnitzt sind. 

Jacke* – Happy Size // Body – Asos // Rock – H&M // Gürtel* – Sheego // Tasche – Michael Kors // Tights – Asos // Schuhe – Deichmann

Ich habe Masha auch als Inspiration gewählt um zu zeigen, dass wir uns durchaus auch von Straight-Size-Bloggern inspirieren lassen können. Uns nicht immer nur in unserer Filterblase bewegen sollten, sondern auch die Fühler ausstrecken. Ich werde so oft gefragt, wo ich meine Klamotten kaufe, wo ich das alles immer alles finde. Das große Geheimnis ist, dass ich wild durch die Shops tobe und mir genau überlege, was zu mir passt und wie ich kombinieren kann. Ich habe jahrelang mehr oder weniger wahllos eingekauft. Erst mit den Jahren habe ich nun meinen Stil gefestigt und lege mir nur noch besondere Einzelteile zu, die ich mit meinem mittlerweile viel zu reichhaltigen Fundus an Dingen kombinieren kann. Ich wühle allerdings meist recht frustriert durch meinen begehbaren Kleiderschrank und finde viel zu viele Dinge, die ich gar nicht trage. Ich ziehe sie an, stelle mich vor dem Spiegel und bin nicht ich selbst.

Mich zu finden, war eine meiner größter Errungenschaften des vergangenen Jahres. Nicht nur was meine Kleidung angeht, sondern mich selbst im gesamten. Als ich anfing, mich zu akzeptieren, war das für mich wie ein neues Leben, ein neuer Anfang. Aber trotz allem auch eine Reise, die noch nicht abgeschlossen ist. Und es vielleicht niemals sein wird. Es ist mir wichtig das zu erwähnen, da mich viele immer für mein Selbstbewusstsein „loben“, aber dieser Blog war von Anfang an und ist es noch heute oft, ein Sprung ins kalte Wasser für mich. Ein Sprung heraus aus der Deckung. Aber auch wie eine Therapie. Euer Feedback hat mir immer geholfen, an mich selbst zu glauben. Das positive, aber auch das negative, zum Glück selten, welches mich natürlich auch oft Dinge hinterfragen lässt. 

Und deshalb möchte auch ich euch immer wieder etwas zurückgeben. Ich freue mich über jede von euch die mir schreibt, dass ihr meine Texte und meine Bilder geholfen haben, selbstbewusster zu werden. Wenn ich höre „dank dir habe ich mich getraut einen Rock zu tragen und ich fühle mich toll damit“ dann ist das ein großes Geschenk. Ich sehe mich nicht ausschließlich als Modebloggerin, sondern auch als Bodypositive-Bloggerin. 

Aber was bedeutet das eigentlich? Kann man Bodypositive sein, wenn man sich nicht uneingeschränkt selbst liebt? Und, liebe ich mich selbst?

Diese Frage stelle ich mir beinahe täglich. Schließlich findet man darüber auch viele Meinungen und viele Diskussionen. Stehe ich fertig angezogen und geschminkt vor dem Spiegel denke ich mir: „gar nicht mal so übel“. komme ich aus der Dusche und laufe am Spiegel vorbei, sieht das schon wieder ganz anders aus. Vor 15 Jahren noch waren da bei ähnlichem Gewicht deutlich weniger Dellen, weniger hängende Haut, die Schwerkraft hatte noch nicht ihre ganze Arbeit verrichtet. Das sind die Momente in denen ich mir denke: „Du bist so eine verdammte Heuchlerin“ – denn nein, in diesen Momenten finde ich mich eindeutig nicht schön. Ich würde euch gerne etwas anderes erzählen, aber das meine ich nun mal mit der Reise, die niemals abgeschlossen ist. Ich kämpfe dafür, dass Körper auch jenseits der gängigen Schönheitsideale akzeptiert werden. und dafür, dass ihr euch selbst annehmt. Aber es ist mir auch wichtig zum Ausdruck zu bringen, dass auch ich meine schwachen Momente habe – vermutlich hat die Jeder, und das auch vollkommen okay ist. Wir sind geprägt durch perfekte Hautbilder, weichgezeichnet und gephotoshoppt. Ich bin 36 Jahre alt, und natürlich habe ich keine Haut mehr wie als 20-Jährige. Mein Körper ist ein Produkt aus jahrelangen Essstörungen, aus Zu- und Abnahmen, er gehört zu mir und er gehört zu meinem Leben. Jeden Tag sage ich mir dies aufs neue. Und ich hoffe, dass ich dies auch irgendwann mal annehmen kann. 

 

 

 

Typisch, nun wollte ich euch eigentlich nur sagen, wer mich inspiriert hat und warum, und gleich ist es wieder ausgeartet. Ich hoffe, ihr seid noch fit, denn ihr müsst unbedingt auch bei den anderen Bloggerinnen vorbeischauen. Ich für meinen Teil weide das jedenfalls gleich machen und freue mich jetzt schon Wahnsinnig auf die Bilder und die Geschichten der anderen. 

Hier geht es zu den anderen Looks:

 

 

unterschrift

 

 

 

 

 

 

 

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2 Comments

  • elabonbonella
    März 5, 2017 21:19

    Hi Elli,

    um in der Reihenfolge des Textes zu bleiben, möchte ich erst einmal sagen, dass ich die Aufgabe nicht als Kopieren aufgefasst habe. Ich sehe es eher als Hommage an jemanden, dessen Stil ich bewundere und schön finde.

    Was Du zur Selbstliebe schreibst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Zur Zeit ist es so, dass ich meinen Körper recht gut leiden kann. Ich kann mich sogar im Spiegel anschauen, während ich nur in Unterwäsche bin. Aber das war und ist definitiv nicht immer der Fall. Zweifel und allgemeine Unzufriedenheit kehren immer mal wieder zurück… und machen sich dann auch wieder vom Acker 🙂

    Vielleicht verschwindet das Negative irgendwann vollkommen. Das wäre schön!

    Liebe Grüße,
    Deine Ela ♥

  • Vanessa // be real. be plus.
    März 7, 2017 22:41

    Liebe Elli,
    ich kenne das auch total. Man will „nur mal schnell“ was sagen und redet sich dann in Rage. 😉 Aber ich finde es toll, dass du auch versucht hast, das Thema auf deine eigene Art zu interpretieren. Denn darum geht es ja. Ein Thema zu seinem eigenen zu machen.
    Die Jacke finde ich übrigens große klasse – hatte sie schon öfter gesehen und jetzt ist sie nochmal runtergesetzt. Yeah! Dann muss sie wohl doch bei mir einziehen. 😉
    Liebe Grüße
    Vanessa

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