Komm und schnapp sie dir!

Ja ich gebe es zu. Ich bin ein Opfer, kindisch, verhalte mich nicht altersentsprechend, mache jeden Scheiß mit, nutze virtuelle Fantasietiere als Ausrede um noch abends spontan raus zu gehen, wo doch echte Gewinnertypen auch einfach so und ohne Grund nach draußen gehen um sich mit ihren Freunden zu treffen.. 

Loser-Elli schnappt sich also gerne ihr Handy und trifft sich im Park/ am See / am Rathausplatz mit anderen Idioten, die dem Hype um die digitalen Monster verfallen sind. Und klar wisst ihr wovon ich rede, Pokèmons.

 

An diesem Abend an einem Mittwoch war alles also ganz spontan, der Spaziergang, die Location, der Kumpel der sich noch anschloss. Selbst die Idee, die Kamera mitzunehmen und den Abendspaziergang inklusive Monsterjagd mit einem Outfitshooting zu verbinden.Es war ein wunderbarer Sommerabend am See, auch wenn die Fotos aufgrund der aufkommenden Dunkelheit immer schlechter wurden. 

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Dress // Dorothy Perkins ~~ Bomberjacket // New Look ~~ Shoes // Converse ~~ Handbag // Amazon

Ich habe auf Facebook schon Gruppen gefunden wie „PokemonGo-Spieler mit Steinen bewerfen“ und ähnliche Abscheulichkeiten. Wenn ich sowas lese geht mein Glaube an die Menschheit verloren (hatte ich überhaupt noch einen? Hm.). Würden sich solche Leute mal gegen die steigende Ungerechtigkeit in der Welt einsetzen, mit der selben Energie, die sie in solche Projekte stecken, oh was wäre die Welt für ein angenehmer Ort. 

Was ist schlimm daran, wenn Leute wieder mehr Bewegung an der frischen Luft haben? Was ist schlimm daran, neue Leute an beliebten Spots kennenzulernen, einen Grund zu haben, nochmal rauszugehen, nochmal eine Runde spazieren zu gehen?

„Ich finde es traurig, wenn man sowas als Grund braucht, um raus zu gehen und sich mit Freunden zu treffen“

Ja, alles schon gehört.

Wir kennen ihn alle, den Schweinehund, der vor allem nach einem harten Tag schwer und faul im Nacken sitzt. Wenn ich einen Motivator, einen Arschtreter habe, dann bin ich froh. Selbst wenn es nur virtuelle Monster sind. Ebenso habe ich einen Fitbit, der mich mich mit Motivationssprüchen und niedlichen Abzeichen daran erinnert, dass ich 1000 Stockwerke gelaufen bin, oder heute noch laufen sollte. Ich habe auch einen „Endlich rauchfrei“-Kalender, der mich jeden Tag mit Fakten zum Thema Rauchen aufs neue motiviert, die Griffel vom Stängel zu lassen.

Aber die Facebookgruppe „Fitbit-User mit Steinen bewerfen“ habe ich bisher nicht gefunden.

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Ich habe meinen Fotografen gefangen!

 

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ENTON!

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Seeschloss Monrepos in Ludwigsburg

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Ohne die Monster weiß ich nicht, ob ich mich an diesem Abend noch zu einem Spaziergang aufgerafft hätte. Ob ich diesen schönen Sonnenuntergang gesehen hätte, wie er sich im See spiegelt. Vielleicht wäre ich mit dem Schweinehund auf dem Sofa geblieben, hätte mir Klamotten bei asos bestellt und Orange is the new black auf Netflix angeschaut. Alles Dinge, die ich auch bei Scheißwetter machen kann.

Der Hype wird spätestens mit dem Winter vorbei sein. Aber bis dahin, lasst doch den Leuten ihre Freude. Es tut niemandem weh, es ist friedlich, und hey, es ist auch einfach nur ein Spiel.

 

 

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1 Comment

  • Greta
    August 21, 2016 18:33

    Ich bin jenseits der 20 und auch den Pokemon-Wahn verfallen. Was soll ich sagen? Ich war diese Woche dreimal im Stadtpark, dreimal mehr als sonst unter der Woche. Und ja, ich habe schon Umwege nach Hause genommen. Hoppla, Bewegung! 😀 Diese Art von Belohnung funktioniert derzeit bei mir besser als jeder Schrittzähler.

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