Lesen gegen den Neujahrskater: Meistgeklickt in 2016

Frohes Neues Jahr gewünscht! Ich hoffe ihr habt schön gefeiert und könnt heute den Tag noch genießen, bevor wir morgen alle wieder brav und fleißig  durchstarten, mit all unseren Vorsätzen, Wünschen und Träumen für das neue Jahr. Da ich keinen Alkohol getrunken habe, war ich um 8:30 schon auf, habe mir aber ein entspannendes Bad gegönnt, mit allem Pipapo, Gesichtsmaske, Haarkur, Multivitaminschorle zum Frühstück. Habe mir schon was Hübsches angezogen, da ich den Nebel und die Eisblumen da draußen nachher unbedingt für ein Shooting nutzen will. Auch wenn der Nebel gestern bzw heute nacht ein Fluch war, da man vom Feuerwerk über Stuttgart leider überhaupt nichts gesehen hat. Was übrigens auch für die Autobahn gilt. 

Aber für all jene, die heute den Tag auf dem Sofa verbringen, Serien schauen, unmotiviert auf ihrem Smartphone oder dem Laptop herumklicken und sich hier und da querlesen, für die habe ich hier ein bisschen Lesestoff gesammelt, ich verlinke euch nämlich noch einmal meine meistgeklickten Beiträge im Jahr 2016. Nochmal als besonderer Service quasi, bevor wir dann die ollen Kamellen endgültig hinter uns lassen, und frisch an die neue Arbeit gehen. 

 

Los geht es mit Platz 5 in der Rangliste meiner meistgelesenen Beiträge 2016:

 

Mein Körper, meine Regeln.

Ich hatte es satt. Satt, dass immer nur alles rosarot sein sollte, in der Welt der Plus-Size-Blogger. Ich wollte zeigen, dass auch ich nicht nur die lustige Dicke bin, die total toll mit sich und ihrem Übergewicht klar kommt. In „Mein Körper meine Regeln“ erzählte ich, warum ich mich entschied, etwas gegen meine Einschränkungen zu tun, und auch welchen Weg ich gewählt habe. 

Auszug: „Als ich anfing, schwamm ich auf einer großen Fatacceptance-Welle mit. Die ersten Blogs die ich las, beschäftigten sich nicht nur mit Mode sondern auch mit der Aussage „Liebe dich selbst, so wie du bist!“.

Eine bis heute gute und wichtige Aussage. Aber mit Einschränkungen. Im letzten Jahr habe ich selbst erlebt, wie das Gewicht auch einschränken kann. Wie es nicht nur körperlich, sondern auch seelisch belasten kann. Ich, die immer ganz vorn dabei war, wenn es darum ging, anderen zu sagen, sie sollen bleiben wie sie sind und sich nichts anderes Einreden lassen, brach plötzlich ein. Und ich lernte eine ganz wichtige Lektion: Es ist auch okay, wenn du dich verändern willst. Wichtig ist nur, tu es nur für dich! Und natürlich noch, um den Menschen, die dich lieben, erhalten zu bleiben. Und niemanden sonst.“

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Platz 4:

Was ich mich in diesem Sommer alles trauen will – und was ich mich schon getraut habe!

Das mit dem trauen ist ja immer so eine Sache. Warum verbinden wir Kleidung bei kurvigen und dicken Frauen so oft mit Mut? Vielleicht, weil wir ganz oft schief angeschaut oder beleidigt werden, wenn wir etwas tragen, was nicht der Genfer Konvention für Dickenkleidung entspricht? Ja, auch ich empfinde manche Dinge noch als mutig, und auch wenn mein Seelenheil nicht davon abhängt, ob ich mich nun im Bikini ins Strandbad traue, für mich ist es auch eine kleine Art persönliche Revolution, gegen veraltete Denkweisen und für das Sichtbarmachen von anders sein. Nur wenn wir das Bild der armfrei- oder minirocktragenden Frau jenseits der größe 42 in die Gesellschaft bringen, kann dies die Gesellschaft irgendwann als normal empfinden. 

Auszug: 

„8. Feel Sexy!

In Progress!

Ich denke das Problem haben sehr viele von uns. Es fällt uns schwer, uns anzunehmen und zu akzeptieren, dass auch wir hübsch, sexy und liebenswert sind. Ich denke aber, dass dies, egal ob man in einer Beziehung steckt oder eine sucht, absolut wichtig für das zweisame Miteinander ist. Wer sich selbst nicht annimmt und nicht gerne hat, sich beim Blick in den Spiegel furchtbar findet und sich am liebsten nur im Dunkeln auszieht, kann auf Dauer in einer partnerschaftlichen Beziehung nicht geben, was man selbst und auch der andere erwartet. Deshalb mein Tipp an euch: Kauft euch schöne Wäsche, lichtet euch ab oder schaut in den Spiegel und seht, was eine nette Verpackung alles ausmachen kann. Und verpackt ist doch sowieso immer viel spannender! 🙂“

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Platz 3:

„Einen Scheiß muss ich!“

Oh welch Welle, oh welch Aufruhr! Mit diesem Beitrag habe ich wohl einen Nerv getroffen. Mich erreichten viele viele Mails, Fotos und stärkende Worte. Das Ergebnis war immer das selbe: Die Frauen haben die Schnauze voll von Modediktaten und Regeln, was wir tragen sollen. Wir müssen nicht nur schwarz tragen, nicht nur kaschieren, verstecken oder optisch verkleinern. Wir wollen zeigen was wir haben!

Auszug:

„Also mit der Figur musst du Kleider oder Röcke tragen, Hosen betonen leider zu sehr deine kräftigen Beine“

 

Bla, Bla, Rhabarber, Bla. Einen Scheiß muss ich!

 

Noch viel zu viele Köpfe sind in alten Denkweisen festgefahren. Dies und das trägt man als Dicker nicht. Bei vielen ist noch das einzige Ziel von Kleidung, dass sie schlanker wirken lässt, als man ist. Ja, vielleicht trägt eine Fellweste auf. Ja, vielleicht verkürzt eine Culotte mein Bein. Und vielleicht denkt mein Gegenüber aufgrund meines weißen Oberteils, dass ich anstatt xyz Kilo 5 Kilo mehr wiege. Aber ist es denn nicht vollkommen egal, ob man wie 120 oder 125 Kilo aussieht? Du wirst durch Längstreifen nicht aussehen wie ein 55-Kilo-Model. Für deinen Gegenüber bist du trotzdem dick.

Das Ziel der Mode sollte immer sein, dass man sich selbst dadurch ausdrückt. Seinem Äußeren eine Stimme gibt. Und diese Stimme muss nicht immer flüstern „Ich will schlank aussehen, denn dies ist der einzig erstrebenswerte Zustand für mich“. Nein diese Stimme darf rufen: „Schaut her! Hier bin ich und DAS bin ich. Ich bin Rebell, Ich bin Businessfrau oder ich bin ein Blumenmädchen. Ich bin, was immer ich sein will“.

Und schlank ist keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, was ich eigentlich sein will, wenn ich mich kleide.“

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Platz 2

„Mein Weg zurück ins Leben“

Euer Feedback und eure Anteilnahme an meinem Schritt, mein Leben zu verändern war enorm. Ich hatte nicht mit so einem enormen Interesse an diesem Thema gerechnet. Vor allem hatte ich auch mit mehr negativem Feedback gerechnet. Wichtig ist auch hier nochmal zu sagen: eine Magenverkleinerung ist eine Starthilfe. Nicht mehr, nicht weniger. Man bekommt ein paar Monate „geschenkt“ in denen man nur sehr wenig essen kann. Schwimmen muss man aber recht schnell alleine. Wer seine Ernährung nicht umstellt und keinen Sport treibt, wird nicht lange Freude an seinem neuen Leben haben. 

Auszug:

„War die OP sehr schmerzhaft?

Ich will jetzt nicht wehleidig klingen, aber: MIMIMIMIMI!

Ja, ich hatte starke Schmerzen, vor allem in der ersten Woche. Der erste Tag und die erste Nacht waren für mich die Hölle auf Erden, ein Kreislauf aus Magenkrämpfen, Erbrechen, massive Rückenschmerzen und eindeutig zu wenig Schmerzmittel. Und glaubt mir, es gab nur wenige Momente in meinem Leben, die unglamouröser waren, als im Flügelhemnd heulend in meinem eigenen Erbrochenen aus Blut und Kamillentee zu liegen und nichtmal an die Klingel für die Schwester zu kommen.“

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And the one and only meisgelesener Beitrag auf Curvy Fashionelli in 2016: 

„Wie ein gestrandeter Wal“ – Frauen erzählen uns ihre prägendsten Beleidigungen

Jaja, ich glaube ein großer Teil im Erfolg dieses Beitrages liegt im natürlichen Voyeurismus der Menschen. Aber ich glaube, dass auch ganz ganz viele selbst Betroffene da draußen sind, die durch diesen Artikel kraft bekommen haben.  

Auszug:

“Ich bin Sarah, 27 Jahre alt und trage Größe 50/52 mit einer Größe von 182 cm und 146 kg. Vor ca 1.5 Jahren hatte ich noch 184 kg und war verheiratet. Nach dem mein Mann mich betrogen hatte war es ihm wohl noch nicht genug mit der Demütigung. Er gab mir die Schuld an seinem betrug. Mit den Worten “schau dich doch mal an. Guck mal wie fett du bist. Du glaubst doch wohl nicht wirklich, dass irgendein Mann auf dieser Welt dich nackt sehen will. Du bist eine Zumutung so wie du rumläufst. Ich schäme mich mit dir verheiratet zu sein”

Boom. Das saß. Ich habe mich tagelang verkrochen. Nicht mal meine Familie oder meine beste Freundin kamen an mich ran. Von diesen Beleidigungen weiß bis heute keiner. Doch ich hoffe ich kann mit dieser Geschichte anderen Frauen denen es so geht, Mut machen. Jede Frau ist schön. Ganz egal ob Kleidergröße 34, 46, 58 ob noch kleiner oder größer. Keine Frau hat es verdient solche Wörter zu hören. Ich selber habe mir natürlich die Schuld an allem gegeben. An seiner Fremdgeherei, am Ende unserer ehe. An einfach allem. Ich bin nach Wochen dann endlich wieder mal rausgegangen. Nach dem ich die ersten 15 Kilo abgenommen hatte und mein Selbstbewusstsein endlich wieder zurückkam. Ich habe in der Zeit wundervolle Menschen kennen gelernt. Egal ob männlich oder weiblich. Und auch durch die Männer Welt Bestätigung bekommen. Es tat so gut. Denn ich hatte den Worten meines Mannes geglaubt… Keiner will so einen Wal wie mich haben”


So, nun habt ihr ganz viel Lesestoff und müsst euch nicht mehr langweilen. Dankt mir später! 😀 

Ich wünsch euch was haut rein! 

 

unterschrift

 

 

 

 

 

 

 

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