[Meinung] Fett oder kurvig? Die Sache mit den Begrifflichkeiten

Ich stolpere in den letzten Wochen oft über Aussagen, die mich zu dieser Frage inspiriert haben.
Der Begriff „kurvig“ wird von nicht wenigen angeprangert. Kurvig sei ja nur der Euphemismus für das was wir wirklich sind. Wir sind dick, wir sind fett, aber wir sind nicht kurvig.
Curvy, das sollen die Frauen mit normaler Figur und „normalen“ Rundungen sein, schöne Brüste, massive Kiste, flacher Bauch.
Nun habe ich zwar die ersten beiden Punkte erfüllt, aber einen flachen Bauch habe ich nicht, um mich kreisen kleine Planeten in einer Umlaufbahn, und ja, nun sagen mir andere dicke Leute, dass kurvig nicht das richtige Wort für mich ist. Weil ich fett bin.
Wann eigentlich, haben wir angefangen, uns selbst zu verbieten, unsere Körper so zu bezeichnen, wie wir selbst gerne möchten?
Wann haben wir angefangen uns vorzuschreiben, dass wir uns so nennen sollen, wie andere, die die Idee hatten, uns damit zu beschimpfen? Wir wollen die Regeln brechen um uns selbst wieder welche aufzudiktieren?
Ja, ich bin fett. Mir braucht das niemand zu sagen, das sehe ich. Wenn es mir jemand sagen will, dann macht er das auch nicht, um mir einen freundlichen Hinweis zu geben, er macht es, um mich zu beleidigen, dieser Mensch möchte mir in diesem Moment weh tun, mich verletzen. Wir alle haben uns im Laufe der Jahre eine Schutzmauer aufgebaut, der eine mehr, der andere weniger. Andere wiederum sind gerade dabei, diese Mauer zu bauen, oder wollen endlich damit beginnen. Wir haben gelernt, dass das Wort „fett“ ein einfaches Adjektiv ist, das uns beschreibt, wie „blond“ oder „klein“. Wir haben gelernt, uns dadurch nicht mehr beleidigt zu fühlen.Wenn ich auf der Straße ein Eis esse und blöd angeschaut werde, dann sag ich auch ohne Umschweife „Ja ne, war klar, die Fette isst das größte Eis“.  Ja, ich besitze Selbstreflektion.
Soweit ist das also vollkommen in Ordnung. Aber warum sollten wir uns deshalb nicht auch mit anderen Adjektiven beschreiben dürfen? Warum muss es ein negativ behaftetes sein? Warum dürfen wir uns nicht gut fühlen, indem wir uns noch mit mehr Worten beschreiben, als einfach nur fett?

„Ich bin nicht dick, ich bin plüschig“

 Wenn Manni in „Ice Age“ das herausbrummelt, dann ist das süß und lustig. Kam da schon mal jemand auf die Idee, den Zeigefinger zu heben und  zu sagen „Ähm nee, sorry, das ist jetzt aber nicht so ganz korrekt…“?
Ist es der gleiche Grund, aus dem wir aus den „love handles“ den „Rettungsring“ machen? Weil nichts schön umschrieben wird, was eigentlich nicht schön sein darf?
Klar, wir können die „Curvy is Sexy“ nächstes Jahr „Fett kann man auch einkleiden“ oder „Adipositas in bunten Kleidern“ nennen. Aber macht es dann noch Spaß? Versprüht es dann noch den Glamour, den wir uns so lange für uns gewünscht haben?

Keine Prinzessin Pummelfee mehr, sondern Prinzessin Fettifee, bitteschön. Rundungen? Nein, nein, viel zu umschönt!  Rundungen müssen wohlgeformt sein und in gängige Kleidergrößen passen, höchstens aber in den unteren Übergrößenbereich. Aber wir wollen trotzdem tolle Kleider, Anerkennung und Akzeptanz haben. Man soll uns super finden, aber bitte nicht schönreden.

Ich jedenfalls, lasse mir meine Kurven nicht mies machen. Ich kann kurvig und fett sein. Und dick und plüschig. Und blond und klein. Alles Adjektive. Jedes richtig. Jedes für sich. Genau so vielfältig wie jeder von uns ist, so sind auch die Worte, mit denen wir uns selbst beschreiben. Und jeder, sollte das auf die Art und Weise machen, die ihm gut gefällt.
Aber genug von meiner Meinung, ich möchte gerne eure hören!Bitte lasst mir doch eine kurze Antwort da, stimmt ab und schreibt mit gerne noch eure Meinung in die Kommentare, ich werde nächste Woche ein Resümee ziehen und die interessantesten Beiträge veröffentlichen. Ich freue mich auf einen lebhaften Austausch!

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16 Comments

  • Mel BumbleBee
    Juli 24, 2014 16:27

    Also ich habe Kurven. Genau genommen sogar mehr, als die, die sich der weitläufigen Meinung nach allein kurvig nennen dürfen. Nicht nur in der Frontansicht sondern auch von der Seite. Eine reine Kurvenlandschaft. 😉 Ich weiß nicht, ob ich mich unbedingt plüschig nennen würde. Oder flauschig. Flauschig ist mein Hund, so behaart bin ich nicht. *lach* Aber ich bin weich. Kuschelig. Kurvig. Dick. Fett. Sommersprossig. Großbusig …

    Für mich ist das der gleiche Nonsens wie „real women“. Wer darf das definieren? Und brauchen wir überhaupt für alles eine Norm? Wenn das eine rein deutsche Sache wäre, würde ich ja sagen „typisch“. DIN b-Kurve für vollbusige Frauen. d für die mit großem Hintern. und db für die, die vorne wie hinten gut gebaut sind. Das Ganze dann natürlich in einem Vorgaben-Katalog aufgeführt, der an alle Haushalte verschickt wird. Wir müssen ja wissen, wie kurvig wir sein dürfen.

    Beinahe jede Frau hat irgendwo eine Kurve und darf sich kurvig nennen. Basta! Ich habe fertig. 😉

  • charming curves
    Juli 24, 2014 16:32

    Ich hab das Wort „curves“ ja auch in meinem Blognamen. Ich störe mich selbst mittlerweile etwas daran und überlege, ob das noch passt. Allerdings nicht, weil ich finden würde, dass es eine Beschönigung ist. Für mich ist es eher etwas eine Reduzierung. Wenn ich mit anderen darüber spreche, bringen die mit kurvig oft auch erotisch oder sexy in Verbindung. Ich will aber nicht immer sexy sein. Im Gegenteil. Ich bin eher mädchenhaft und verspielt oder mal sportlich. Passt kurvig dann? Jeder darf sich gerne bezeichnen, wie er oder sie möchte. Für mich persönlich ist es eben nicht immer stimmig.

  • Riesenprinzessin
    Juli 24, 2014 16:57

    Liebe Elli,

    wir durften uns ja kurz auf der Curvy is Sexy kennenlernen, was mich sehr gefreut hat, denn ich hatte dich natürlich sofort erkannt!

    Ich hatte zu diesem Thema vor einiger Zeit auch schon einmal einen Post gebastelt, aber lies selbst:http://riesenprinzessin.blogspot.de/2014/05/dicke-fette-pummelfee.html

    Liebe Grüße, „Riesenprinzessin“ Michaela

  • Lourdes Gallardo
    Juli 24, 2014 19:17

    Das Wort kurvig gefällt mir sehr gut und ich fühle mich bei dem Begriff auch sehr gut. Sollte mich jemand fett oder dick bezeichnen würde ich mich sehr unwohl und beleidigt fühlen. Ich sag auch nicht zu einer schlanken Person „dürre“ auch wenn sie sehr dür bzw. schlank ist. Für mich ist kurvig ein schöner Begriff und passt zu mir, weil ich mich schön fühle und das mit Bauch.

  • Chlencherei
    Juli 25, 2014 09:39

    Du kannst Dir sicher vorstellen was ich angekreuzt hab 😉 „mir egal, ich will Torte“ ganz ehrlich, ich mach mir null Gedanken darüber wie ich meinen Körper beschreiben würde. Aus welchem Grund sollte ich das tun? Zu welcher Gelegenheit wird das von mir verlangt? „Frau Chlencherei, vielen Dank für Ihre Bewerbung, bitte beschreiben sie nun ihren Körper :-D“ Jeder kann sich über mich und meinen Körper sein Urteil bilden, soll das aber bitte für sich behalten, weil es mich einfach nicht interessiert.
    Davon ab, ich glaube das ist auch so ein bisschen Thema von uns dicken, kurvigen, fatties, wie auch immer. Aber ich hab noch nie eine schlanke Frau ihren Körper beschreiben hören. Oder kennst Du Blogs wie schlaksig in the city oder androgyne fashionista? (wobei, gibt’s bestimmt *lach*) auf was ich hinaus will, warum sollte ich mich auf meinen Körper (und in meinem Fall auch Hautfarbe) reduzieren. Ich bin soviel mehr als das! Ich beschreibe mich lieber mit Worten wie clever, lustig, rechthaberisch, launisch….mein Körper kann sich ändern, mein Charakter, meine Seele bleibt.

    Und davon völlig ab, auch wenn sich mir nicht erschliesst warum ich meinen Körper beschreiben soll, bin ich der Meinung, dass es niemanden was angeht WIE ich meinen Körper beschreibe. Wenn ich meinen Körper als „hot Sexmachine“ bezeichnen möchte mach ich das einfach und keiner hat das Recht den Finger zu heben und „nein, nein, nein, das stimmt so nicht“ zu sagen. 😉

    P.s. und ich LIEBE „Adipositas in bunten Kleidern“ wie Geil!!!!! 😀

  • Pax
    Juli 25, 2014 18:28

    Also ich verfolge diese Diskussionen immer mit 1000 Fragezeichen in den Augen und im Kopf und in meinen Fettzellen, bzw. Kurven. Vor meinem inneren Auge taucht beim Begriff Kurven (möglicherweise durch die Gesellschaft und Print-Medien vorgeprägt) nur Sexyness auf… ich seh dann Sexbomben wie Scarlett Johansen vor mir. Ich habe mir früher nie Gedanken über die Definition meines Körpers gemacht. Klar wurde ich als Teenager eher mit Worten wie fett und dick gehänselt (Kinder haben keinen großen Wortschatz, dafür können sie sehr fies sein). In Singleprofilen wähle ich immer „Ein paar Kilo mehr“ aus, denn „erhebliche Kilos mehr“ gibt es nicht, auch nicht den Begriff kurvig oder fett. Natürlich habe ich Kurven. Und Rundungen. Und Körper. Aber Kurven haben alle Frauen. Ich mag für mich persönlich eher den Ausdruck Plus Size Girl! Wobei es eine Unverschämtheit ist das es sowas wie Plus Sizes gibt, denn damit steht man ja wieder außerhalb der „Norm“ und es wird einem suggeriert das man nicht „richtig“ ist. Das einzige was jedoch nicht richtig ist, sind die Größenbeschränkungen der Hersteller, die Eingefahrenheit der Gesellschaft und das WIR meinen die richtige Definition für unsern Körper finden zu müssen um ja niemandem auf die Füße zu treten!

  • Birdie
    Juli 25, 2014 21:54

    Dieses Thema scheint ja gerade echt heiß zu sein. Meiner Meinung nach sollte es jedem selbst überlassen werden, wie er sich selbst gern bezeichnen muss. Klar, kurvig ist sicherlich so gut wie jede Frau, aber wenn man dieses Adjektiv nutzen möchte und es für sich selbst passen findet: Warum nicht?! Ich habe mich schließlich auch für dieses Adjektiv in meinem Namen entschieden und finde das auch ok und passend. Trotzdem ist und bleibt es natürlich ein Euphemismus, der das Kind nicht so ganz beim Namen nennt. Ich bin nämlich nicht nur kurvig sondern auch dick. Oder fett. Und auch das sind eben – wie ‚kurvig‘ auch – für mich lediglich beschreibende Adjektive. Schlimm finde ich lediglich, dass die von der Gesellschaft eben nicht als beschreibend sondern als beleidigend angesehen werden. Und indem diese Wörter auf Teufel komm raus vermieden werden, wird diese Konnotation ja nur noch stärker. Ich verstehe nicht, was an Wörtern wie ‚mollig‘ oder ‚pummelig‘ besser sein soll – schließlich weiß jeder, dass sie eben nur verwendet werden um die bösen anderen Wörter zu vermeiden. Genau deswegen kann ich auch nicht genau verstehen, wieso ich beim Fitnesskurs ‚Fitness für Mollige‘ von anderen dicken Teilnehmerinnen doof angeguckt werde, wenn ich den Kurs als ‚Fatty Fitness‘ bezeichne, denn letztendlich bedeutet es doch genau das gleiche. Wenn ich also ‚fett‘ schlimm finde, wieso akzeptiere ich die Bezeichnung ‚mollig‘? Wenn ich sagen möchte: „Ich bin fett“, dann möchte ich das auch sagen dürfen. Ich will dann keine empörten Blicke oder ein „DU bist doch nicht fett, XY ist fett!“ Wenn das nun mal das Wort ist, was ich für mich wählen Möchte, dann ist das so. Und wenn ich mich plüschig nennen möchte, dann ist das genauso in Ordnung. Letztendlich ist es doch auch egal, was man sagt – das Konzept dahinter ist doch eigentlich immer ein (zumindest) ähnliches. Jeder wie er mag also, oder?

  • Gabriele Behrend
    Juli 26, 2014 05:45

    Ich merke wie solche Diskussionen wie diese immer wieder eine Keil zwischen mich und mein Selbstverständnis treiben wollen. Ich laufe so durch mein Leben und habe es gut geschafft mich in der Gesamtheit als „Gabi“ zu sehen und nicht als den Aussenteil der in der Tat fett, dick und übergewichtig ist. Kurvig bin ich nicht, eher hängend *schmunzel* aber das ist okay, wenn ich mich als Entität sehen kann. So herausgestellt merke ich aber, wie ich anfange mich umzusehen und zu fragen, wie mich die anderen sehen und bewerten. Die die mich nicht kennen, die, denen man einfach so auf der Strasse begegnen. Lehnen die mich ab? Verurteilen sie mich? Und schon setzt das eigenverursachte Mobbing wieder ein. Wir brauchen niemanden der uns fertig macht. Solange wir selber die Konnotation der Begrifflichkeiten in gut und böse unterscheiden wollen, in dem wir Ausweichbegriffe festlegen und uns ständig dagegen verwehren mit den „Bösen“ Worten definiert zu werden, tragen wir das Problem selber weiter. Wie sollen wir denn zu einem anderen Selbstverständnis kommen, wenn wir es zulassen, dass uns jemand mit einem Fakt über uns verletzen kann. Will sagen: spricht uns jemand auf unseren Körper an (ist ja eh ne Grenzüberschreitung, das ist mir schon klar) und bezeichnet den als fett, dann hilft es vielleicht einfach mal nach einem kritischen Blick zu sagen: Ja. Stimmt. Danach kann man sich entweder vorstellen, damit derjenige eine Chance bekommt die Entität kennezulernen – oder man geht milde lächelnd weiter. Schließlich weiß man ja, wie man ist – aber noch viel mehr: Wer man ist!

  • Gabriele Behrend
    Juli 26, 2014 05:47

    PS. Wo ist die Torte?

  • Schäfchen
    Juli 26, 2014 09:31

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel – er hat mich nachdenklich gemacht.
    Eigentlich gehöre ich zu der „unverblümten“ Fraktion. Ich bin fett. Punkt.
    Aber dieser Satz von dir >Weil nichts schön umschrieben wird, was eigentlich nicht schön sein darf?< hat mich sehr berührt.
    Möchte ich mich wirklich mit dem durch und durch negativ besetzten „fett“ betiteln?
    Nein! Eindeutig nein!

    Nochmal Danke für den Anstupser. Darum liebe ich Plus-Size-Blogs wie deinen. Nicht nur wegen der Modetipps. Nein, weil ich schon ganz oft Gedankenanregungen gefunden habe… weil mein eigenes Körpergefühl geradegerückt wird und ich mich nicht mehr (rund um die Uhr) wie eine fette, unansehnliche Schwabbelqualle sehe.

    Liebe Grüße vom Schäfchen…
    … und jetzt bitte ein Stück Torte… Danke 🙂

  • Anonymous
    Juli 26, 2014 11:43

    Du bist vor allem eins, bildhübsch!
    Birgit

  • Neumon
    Juli 26, 2014 16:11

    „Curvy is Sexy“ – käme der Ausspruch von einem Mann, hätte ich eine klare Vorstellung davon, was er meint: die Pin-up-Mädels der 50er mit hübsch hervorgehobenem Busen, betonter schlanker Taille, rund ausladenden Hüften, knackigem kleinen Po, straffen Schenkeln und flachem Bauch. So etwa wie bei der jungen Sofia Loren, Gina Lollobrigida oder Marilyn Monroe. Das sind nach allgemeinem Verständnis Kurven, die wirklich sexy sind – aber unter Frauen eben auch nicht so stark verbreitet.
    MM trug in ihren reiferen Jahren m. M. nach geschätzt Gr. 42 und würde heute wohl tatsächlich als Plus size eingestuft.
    Die Bezeichnung „Curvy is Sexy“ ist angesichts real existierender Plus size Mädels, die ihr Plus meist nicht an den idealen Stellen tragen, fast schon Hohn.
    Ich selbst bin übergewichtig. Es käme mir aber nicht in den Sinn, mich als curvy zu bezeichnen, weil ich neben den erwünschten Kurven eben auch unerwünschte habe. Schon garnicht würde ich mich als fett bezeichnen. Das Wort meiner Wahl wäre wohl „füllig“.
    Bevor Burda ihre Modelinie als Plus size bezeichnete, hieß sie „Mode für Vollschlanke“. Der Begriff klingt wahrscheinlich angestaubt und trutschig, aber immerhin gingen die Schnitte damals sogar bis Gr. 60 und wurden von wirklich hübschen Frauen dieser Größenklasse vorgeführt.
    Also: das Adjektiv für meine Rubensfigur ist „füllig“. Aber es bleibt jeder selbst überlassen, welche Vokabel sie am besten beschreibt.

  • Jennifer B.
    Juli 26, 2014 22:26

    Elli, das war ein wirklich toller Post! Ich soll übrigens deine Planeten von meinen grüßen <3

  • Sabrina
    November 13, 2014 21:47

    Ich hab diese diskussionen ja echt satt. Immer dieses hin und her zwischen den „dicken“ und den „dürren“. Mode gibts in 34 und in 54. Entweder man ist bohnenstangenmässig dürr oder ungesund übergewichtigt. Wann kommt der Designer der klamotten für normalgewichtige designert? Wann krieg ich meine modenschau und meinen fashionevent? Entweder bin ich zu dick oder zu dünn aber als frau mit nem gesunden mittelmass scheint man ja nicht interessant zu sein :-/

  • Una
    Dezember 6, 2014 11:10

    Ich bin auch so eine die kein Blatt vor dem Mund nimmt. Früher, da habe ich noch alles schön geredet, mich als vollschlank oder Rubensfigurig bezeichnet (gut da war ich auch noch schlanker und hatte Größe 4x). Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, wie herablassend das Lächeln der anderen wurde. „Ja ja, lass die Dicke mal reden.“
    Seither benutzte ich gezielt die negativen Adjektive wie fett und dick, und siehe da, die erste Reaktion bei den anderen ist ein zusammen zucken. Das typische, „… aber das kannst du doch jetzt nicht so sagen … “ und mein „Gerade ICH darf das so sagen! Ich und nur ich!“
    Ausserdem bin ich mittlerweile dafür bekannt (und berüchtigt) so zu antworten, wie es in den Wald hineinschreit. Ein „Dein Hintern war aber auch schon mal dünner“ wird gnadenlos mit einem „Und dein Hirn auch schon mal intelligenter“ kommentiert. Ich liebe es älter zu werden, man kann sich irgendwie doch viel mehr raus nehmen 🙂
    Egal, zurück zum Thema. ob nun fett, oder vollschlank, dick oder kurvig. Am Ende des Tages wollen wir doch nur eins, akzeptiert werden und uns wohl fühlen und nicht wieder auf der Couch sitzen, uns Wohlfühlessen rein ziehen und darüber nachdenken wieviele Idioten uns am Tag wieder als fett oder dick bezeichnet haben.

    • Elli
      Dezember 6, 2014 12:35

      Unterschreibe ich sofort!

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