Schottland-Rundreise Teil 1 – Von Edinburgh nach Wick

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Unsere Schottland-Rundreise Teil I – von Edinburgh nach Wick

 

heute viel Text, aber wer sich durchbeisst wird mit schönen Bildern belohnt 🙂

Gleich nach der Hochzeit wurden wir ja in die Flitterwoche (!), war ja nur eine, geschickt. Wir hatten uns ja schon lange gewünscht, einmal eine Rundreise durch Schottland zu machen, und unsere Familie hat uns damit eine riesige Freude gemacht.
Also das sah dann Sonntags so aus, um halb 5 Morgens nach der Hoczeitsfeier ins Bett, um 10 Aufstehen, noch halbwegs klar Schiff machen, Duschen, Packen, Freunden, die die Katzen füttern sollen, die Schlüssel übergeben, und schon standen Schwester und Schwager mit ner McDonalds-Tüte vor der Tür. Noch schnell was zwischen die Kiemen und ab an den Flughafen.

 

Sonntag, 22.07.2012

 

Stuttgart -> Zwischenstop London Heathrow -> Um 23:30 Uhr Ortszeit waren wir dann in Edinburgh gelandet. Ein Mietwagen war für uns reserviert, den wir nurnoch abholen brauchten. Dachten wir 🙂

Der war zwar reserviert, aber die Kaution muss man per Kreditkarte hinterlegen. Sowas haben wir aber nicht (Fragt nicht….). Aber Bargeld haben wir dabei, teilten wir den Mann hinter der Theke der grünen Autovermietung mit. Und dieser Mann war super-super freundlich und total süß. Der hatte seinen zweiten Tag und war total bemüht, also gleich am Anfang der netteste Schotte der mir unterkam. Aber auch er hat eben seine Vorschriften und den Chef im Nacken, und so durften wir die Kaution zwar in Bar, aber nicht in Euro hinterlgen. Wir hatten aber nur 80 Britische Pfund, die Wechselstube hatte schon zu, die Autovermietung nurnoch 5 Minuten offen und der nächste Geldautomat war ein Stückchen weg. Während mein Mann im Eiltempo zum Flughafen zurückrannte plauschte ich nett mit dem auch etwas überforderten Mitarbeiter und bekam auch was zu trinken, während ich mir Horrorszenarien ausmalte, wie wir mit dem Bus und unseren Koffern durch Schottland fahren, weil wir kein Auto bekommen.
Es war ja kurz vor Monatsende und unser Konto nichtmehr allzu prall gefüllt, ich hoffte inständig, dass wir die Kaution noch zusammen bekommen.
Und tatsächlich, um 23:59 stand mein Herzallerliebster wieder da, mit nem Bündel Britischer Pfund und ausser Puste, und wir bekamen unser Auto.

Linksfahren: Check, Hybrid: Check,  Automatik: Check: Führerschein: Führerschein? Aaaaahh!!! Führerschein!!! . Zum Glück hat Schatz ja auch einen. Eine Woche zurücklehnen ist ja auch nicht schlecht.

Weiterhin gut vorbereitet hatten wir natürlich weder eine Straßenkarte von Edinburgh, noch ein Navi, noch aktuelle Karten auf dem Handy. Wir wussten, das Hotel ist in Flughafennähe, und wir wunderten uns dann doch, wieso wir auf einmal mitten im Nirgendwo standen. Dann endlich hatten wir es gefunden! Klingeln – keiner öffnet – alles ruhig und dunkel – Stecknadel fallen hören – verdammt, wir sind hier falsch. Das Hotel heisst doch garnicht so! Also weiter….. den Ort hatten wir gefunden, aber das Hotel nicht. Auch nach 3 maligem durchfahren des wirklich nicht allzugroßen Stadtteils – Das Hotel blieb verschwunden. Nach eineinhalb Stunden herumirren, stellten wir dann fest, dass wir schon 3x an der Auffahrt zum Hotel standen, ja sogar auf dessen Parkplatz gewendet hatten. Ich war furchtbar sauer aber auch endlos erleichtert.

Also lagen wir um 2 schön im Bettchen, um am nächsten Tag früh auf unsere Reise zu gehen. Und irgendwie musste ich auch echt lachen. Wir waren nun vier mal zusammen im Urlaub. Dreimal davon fing es absolut katastrophal an. Ich glaube wir sind einfach zu blöd, um in den Urlaub zu fahren. Zumindest sind wir zu blöd, ihn ordentlich zu beginnen. Ich bin froh, dass wir überhaupt atmen können, oder laufen.

 

Montag, 23.09.2012 Edinburg – Dundee – Aberdeen – Dufftown

 

Nach einer kurzen und traumlosen Nacht,  ging es mit einem traditionellen Schottischen Frühstück los.

 
 
Sehr opulent, mit Schwarztee, Spiegelei, gebratenen Champignons, Würstchen, Speck, Frittiertem Brot, gegrillter Tomate, Haggis und Blutpudding. Ich muss ja immer alles erstmal probieren, bevor ich urteile. Und ich muss sagen, trotz aller vorurteile, es war alles total lecker. Ausser die Tomate. Ich liebe Tomaten, aber nur im kalten zustand. Warm finde ich sie fürchterbar.
 

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Am anderen Ende der Brücke lag unser Hotel in North Queensferry.
 
Und los ging die Reise, über Dundee und Aberdeen in Richtung unserer ersten Station, Dufftown
 
 

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Sieht chaotisch aus, war aber Super-lecker. Lachs mit der besten Soße die ich je in meinem Leben zu Lachs gegessen habe, und die allgegenwärtigen „Chips“ Ich kenn jemanden, der mit mir zusammen gereist ist, der es schaffte jeden Tag Pommes zu essen. Mir kamen sie nach 3 Tagen zu den Ohren raus.

 

 
 
In Dufftown hatten wir unsere erste Übernachtung im Hotel. „Hotel“ ist hier stark übertrieben, in Schottland ausserhalb der großen Städte, ist das was sie Hotel nennen eher eine Pension, meist abgewohnte, alte Zimmer, die wenigstens ein Badezimmer auf dem Zimmer haben. In diesem Fall hatten wir dafür aber nur kaltes Wasser. Bei den Bed and Breakfasts kann es sein, dass man sich mit allen Bewohnern ein Bad teilen muss. Aber hier machten wir die Erfahrung, dass diese Bäder teilweise sauberer und schöner waren, als die Hotel-Badezimmer.
Je weiter man in die peripherie kommt, desto geringer die Chance, überhaupt ein Hotel zu finden. Was kein Problem ist, B&B´s findet man überall, sie sind allgegewärtig. Nur wenn man Pech hat, muss man eine Weile suchen, bis man noch ein freies Zimmer findet.
 

Dienstag, 24.07.2012 Dufftown, Glenfiddich-Destillerie und über Inverness nach Wick

 
 
In Dufftown liegt die berühmte Glennfiddich-Destillerie
 
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durch welche wir am nächsten Tag bei, man bemerke, Sonnenschein, eine Führung machten. Diese war sehr nett gestaltet und am Ende durfte man noch 3 Whiskys probieren. Ich hab Orangensaft verkostet, weil Whisky für mich so ziemlich das furchtbarste ist, was es auf diesem Planeten gibt.Und ja, ich habe trotzdem kurz probiert, aber mein Urteil bleibt das selbe, auch wenn das irgend ein besonders teures Gebräu war.

 

 
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Da brodelt es und stinkt fürchterlich

 

 
 
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Für mich nur Orangensaft.
 
Weiter ging es in unserer Reise Richtung Inverness.
 
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Überall gibt es verfallene Ruinen, teilweise mit kleinen Friedhöfen und Kapellen dabei, die wirklich gruselig anmuten. Ist aber meist in Privatbesitz und man kann leider nicht rumstöbern.
 
Am Loch Ness machten wir einen Zwischenstopp, ich finde es allerdings so unspektakulär dort (und ein Monster habe ich auch nicht gesehen), dass wir gleich weiter Richtung Nordosten fuhren, da wir zu den Steilküsten wollten.
 

Landschaftlich wird es jetzt richtig Reizvoll.

 
 
 
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An dieser Küste fährt man gute 50 Kilometer entlang Richtung Norden. Eine sehr sehr schöne Gegend.
 
 
 
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Das war im Übrigen unser Gefährt. Toyota Auris Hybrid..
 
Am frühen Abend waren wir dann in unserer Dinner- und Übernachtungsstation Wick angekommen
 
 
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Stay tuned für den nächsten Teil der Reise…. 😉
 
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